NASTY SUMMER
CLOSING 2018

#002 – Sound

Techno im Blut – Wir können es nicht leugnen: Ein langer, heißer, fantastischer Festivalsommer neigt sich dem Ende zu. Am kommenden Samstag, dem 15. September 2018 steigt das große Finale mit der NASTY SUMMER CLOSING im Clubbad in Nürnberg.

Der Mann hinter NASTY ist Tom Zitzmann, ein echter Pionier der elektronischen Musik. Und Veranstalter der großartigen Festivals BURNING BEACH und CONTAINER LOVE. Deshalb war klar, dass wir ihn zu seinen Projekten etwas ausfragen wollten.
GM / Tom, Mitte Juni hat bei BURNING BEACH der Brombachsee gewackelt. Wie fällt Dein persönliches Fazit aus und was waren Deine Highlights am See?

VIELE
KLASSE
RESIDENTS

TOM / Die dritte Ausgabe des BURNING BEACH war für mich die beste. Das Team perfekt, die Deko noch besser, die Feuershows der Wahnsinn und der Vibe einzigartig. Das zu toppen wird schwer. Auf einige Vorfälle am Campingplatz hätte ich gerne verzichtet, aber ich denke wir haben den Besuchern ein sensationelles Feierwochenende ermöglicht. Eines meiner persönlichen Highlights war, dass Sven Väth zugesagt hat, auf dem BURNING BEACH zu spielen – was in der heutigen Zeit, wo es nur noch in der Arktis keinen Rave gibt und mit unserem kleinem Budget, schon fast ein Wunder ist. Grundsätzlich geht kein Event ohne gute Residents und ich bin froh, dass wir so viele klasse Homies haben.
GM / Kurz nach BURNING BEACH stieg CONTAINER LOVE in Nürnberg. Ebenfalls ein Riesending, das wir leider verpasst haben... Dein Resümée?

TOM / Only for true Techno Lovers! Ein Event von Samstag 12:00 Uhr mittags fast durchgehend bis Sonntag 22:00 Uhr. Hammer Kulisse. Urban, international, toller Support vom Bayernhafen. Und alle namhaften Clubs in Nürnberg waren involviert. Eigentlich ein großes Ding für die Kulturhauptstadt Nürnberg, das aber außer Ordnungsamt und Bauordnungsbehörde sicher keiner bemerkt hat: Wir haben 80 Überseecontainer inklusive einem Container-Pool auf dem Gelände verbaut! Dass muss uns erst einmal einer nachmachen.
GM / Jetzt steht das SUMMER CLOSING an – was erwartet uns?

TOM / Traditionell das letzte größere Open Air in der Region, mit hoffentlich tollem Wetter, netten Menschen unterschiedlichster Art und natürlich um was es geht: klasse Musik.

CLOSING
THE
SUMMER

GM / Stellst Du uns bitte die Acts der kommenden NASTY vor?

TOM / Die Manon aus Zürich – eine Legende elektronischer Musik, nicht nur in der Schweiz. Vom Sound immer frisch nach vorne. Milan Milano, der aktuell seine ersten Produktionen fertiggestellt hat und diese mit Sicherheit auch zum Besten gibt und last but not least DJ To. und Red Elli. Ich denke mal, die beiden kennt jeder in Nürnberg, der ein Herz für unsere Musik hat.
GM / Hast Du in den vergangenen Sommermonaten auch mal die anderen Festivals in Nürnberg besucht? Auf eine Saftschorle mit den Veranstalter-Kollegen?

TOM / Yep, ich war dieses Jahr, einen Tag vor Beginn, auf Der Wolke und Sommerliebe, und habe mir die Produktionen angesehen.
GM / Nach welchen Kriterien buchst Du die DJs Deiner Events? Und wie wirst Du auf die DJs aufmerksam? Fährst Du wochenlang durchs Land, von Club zu Club und scoutest?

TOM / Nein, entweder höre ich ein Set oder lerne den Künstler durch Zufall kennen. Ist sehr oft aus einem Impuls heraus. Zum Beispiel der Defex. Wir waren auf einer Party in Ibiza und sind ins Gespräch gekommen. Als er mir dann für eine NASTY angeboten wurde, habe ich ihn sofort gebucht. 
GM / Man kann Dich mit gutem Gewissen als 'alten Hasen' im Bereich der elektronischen Musik bezeichnen. Wie bist Du damals auf den Geschmack gekommen und welche Platte beziehungsweise welcher Track hat Dich nachhaltig beeinflusst?

TOM / Am Anfang meiner Ausgehzeit habe ich New Wave gehört, was dann in Industrial und EBM überging. Da war der Sprung zum Techno nicht mehr weit. Wir sind damals fast jeden Freitag nach Frankfurt ins Dorian Grey und Omen gefahren. Zu der Zeit hat es Techno nur sporadisch in Nürnberg gegeben. Klar, dass mich die ersten Hardhouse-Scheiben beeinflusst haben. Aber auch Tracks von Green Velvet, Dave Angel, Dave Clark und Underworld. Und natürlich auch Sven Väth mit seiner Art und Weise des Auflegens.
GM / Welchen Club auf der Welt sollte man Deiner Ansicht nach auf jeden Fall mal gesehen und erlebt haben?

TOM / Gut, die meisten gibt es leider nicht mehr. Was ich in der letzten Zeit beeindruckend fand ist der Gashooder in Amsterdam.

UND
SONST
SO?

Natürlich sollte jeder einmal ein Berghain oder ein Amnesia gesehen haben. Aber mit Freunden in der Heimatstadt ist es immer noch am schönsten. Natürlich nur wenn die Musik passt ;-).

GM / Was treibt der verheiratete Familienvater Tom, wenn er nicht gerade Events organisiert?

TOM / Er macht seinen normalen Job, fährt mit der Familie in die Fränkische, geht in die Natur, schaut Filme, macht was mit Freunden und hört natürlich elektronische Musik!
GM / Nach dem SUMMER CLOSING ist vor der WINTER-NASTY – wo und wann schlägst Du in den kühlen Monaten Deine Zelte auf?

TOM / Am 15. Dezember geht es mit der NASTY im Z-Bau weiter. Mit 'NASTY Potter und der Tanz des Wahnsinns' gehen wir mit NASTY in eine neue Saison. Ich bin sehr gespannt, wie der Umbau geworden ist.
Das NASTY SUMMER CLOSING kann kommen! Mit vorhergesagtem Sonnenschein bei 23 Grad steht einem grandiosen Finale nichts mehr im Wege. Ganz wichtig für alle Besucher: Bitte bringt keine Rücksäcke und großen Taschen mit. Beutel in Din A4 Größe sind erlaubt. Tickets gibt es auch für 8,00 € an der Tageskasse!

GETTING
NASTY

 
 
Marc Wirtz
 
09.2018