DJ
Polique

#001 – Sound

Hip Hop ist sein Metier. DJ Polique alias Kostas Triandafilidis rockt die Bude als DJ und Produzent im In- und Ausland. Über den Assistenzjob bei Hitradio N1 bekam er die Chance, seine Fähigkeiten als DJ unter Beweis zu stellen. Es folgten zahlreiche Bookings, eigene Veranstaltungen und ein Plattenladen. 

Doch es fehlte die Zeit, endlich auch als Produzent durchzustarten. Der Plattenladen wurde also gegen ein eigenes Studio eingetauscht. Es folgten Tracks wie 'The Worst Way', 'Don´t wanna go home' und 'BB Link Up', die die Genre-Charts diverser Musiksender und Internetplattformen stürmten. Bei soviel Ehrgeiz und Erfolg muss man dann halt auch mal reisen...
GM / Kostas, in welchem Land, in welcher Stadt sitzt Du gerade, während Du die Fragen beantwortest?

KOSTAS / Momentan sitze ich im Studio in Thessaloniki, Griechenland.

PAUSEN
LOS
UNTERWEGS

GM / Die vorherige Frage ist ja durchaus berechtigt – schließlich bist Du pausenlos zum Auflegen unterwegs. Welche Länder hast Du als DJ in den letzten Jahren besucht?

KOSTAS / Das stimmt. Ich war erst letzten Monat in Japan, auf Ibiza und in Griechenland. In den letzten Jahren habe ich darüber hinaus noch in Albanien, Österreich, Schweiz, Kosovo und Türkei gespielt.

GM / Was hat die DJ Polique auf Reisen immer im Koffer – außer Platten und Kopfhörer?

KOSTAS / Meinen Laptop und meine Serien auf dem iPad. Ich bin ein abslouter Serienjunkie!
GM / DJs erleben bei Bookings und Reisen die tollsten Dinge. Was war Dein verrücktestes Erlebnis beim Auflegen?

KOSTAS / Hmmm. Auf meiner Tour in Griechenland, habe ich mal in einem Club gespielt, in dem wirklich alle Gäste zunächst gewartet haben, bis ich anfange zu spielen. Der Laden war proppenvoll wie ich ca. um 01 Uhr ankam, der DJ vor mir hat eigentlich ganz gute Musik gespielt, aber es wollte sich irgendwie keiner von den Gästen bewegen. Da dachte ich mir zunächst, wow, die sind hier aber echt verwöhnt...
Bis dann der Chef zu mir kam und mich darauf hinwies, dass der ganze Club eigentlich nur auf mich wartet. Ich dachte: der scherzt. Aber tatsächlich, als ich dann auf die Bühne kam und angefangen habe, sind plötzlich alle komplett ausgerastet und haben angefangen zu tanzen. Das war schon sehr geil!

SCHON
SEHR
GEIL

GM / Als DJ kennt man Dich vor allem in Bayern schon ziemlich lange, vor einigen Jahren hast Du auch angefangen, Deine eigenen Tracks zu produzieren. Wie sieht ein Tag in Deinem Studio in Fürth aus?

KOSTAS / Ich stehe meistens so gegen 9 Uhr früh auf, gehe dann bisschen Fitness machen und verbringe dann so ab 11 Uhr bis 22 Uhr meine Zeit im Studio. Ein Studiotag heißt bei mir, entweder Songs mischen, Demos produzieren, Vocals aufnehmen, Sounds suchen oder sich einfach mit Schulungen weiterbilden.
GM / Wo sind Deine Tracks besonders erfolgreich durchgestartet?

KOSTAS / In Griechenland, Türkei, Albanien, Zypern und Rumänien war ich öfters Nummer 1 in den Charts, Itunes sowohl Airplay Charts.
GM / Beim Song 'Dimes only' war die lebende Hip Hop-Ikone Snoop Dogg am Start. Wie kam es zur Zusammenarbeit? Und wie muss man sich die Zusammenarbeit vorstellen? Snoop Dogg in Dambach!?

KOSTAS / Ein Feature mit Snoop war schon immer ein Traum von 'Follow your Instinct' & mir. Wer 'Follow your Instinct' nicht kennt: das ist eine Urban Pop Band aus München, mit der ich seit einigen Jahren zusammenarbeite. Wir hatten also diese Idee, die wir dem Manager geschickt haben, der davon gleich angetan war und dann ging alles ziemlich schnell. Die Vocals und die Videoaufnahmen haben wir in L.A. aufgenommen. L.A. ist zwar nicht so geil wie Dambach, aber das kann man schon mal machen...
GM / Wie hast Du Dich gefühlt, als Du einen Deiner Songs das erste Mal im Radio gehört hast?

KOSTAS / Ehrlich gesagt, nachdem ich ja jahrelang beim Radio gearbeitet habe, hat es mich zunächst nicht so krass geflasht. Aber was ich richtig gefeiert habe, war der Taxifahrer, bei dem ich in Istanbul ins Auto eingestiegen bin, der dann das Radio bei meinem Song voll aufgedreht hat und komplett abgegangen ist, und gar nicht wusste das ich da hinten auf seiner Rückbank sitze. Das war ein schönes Gefühl. Ist schon sehr beeindruckend, wenn du Menschen erreichst, die in einem ganz anderen Land leben. Das ist ein tolles Gefühl.
GM / Welche Musikrichtungen / Künstler jenseits des Hip Hop hörst Du privat?

KOSTAS / Ich höre eigentlich so ziemlich alles. Kommt immer auf meinen Mood an. R&B und Soul natürlich, 70er, 80er Musik, aber auch gute Rockmusik kann inspirierend sein.

ANTHONY
AKA
A-PARK

GM / Musik liegt scheinbar in den Familien-Genen. Dein Sohn Anthony macht sich gerade als Rapper einen Namen. Wie denkt einerseits der Papa, andererseits der Kollege darüber?

KOSTAS / Das stimmt, es scheint so. Wobei ich ja eher ein Artist in Form eines DJ & Produzenten bin und Anthony aka A-Park eher ein MC/Sänger ist. Ich bin schon sehr stolz auf ihn, da ich immer sehr streng und kritisch zu ihm bin und er trotzdem immer weiter an sich gearbeitet hat und eine super Entwicklung hingelegt hat. Er wird von mir überhaupt nicht bevorzugt, eher das Gegenteil. Für mich ist es wichtig, dass er auf jeden Fall auch seinen eigenen Weg geht. Natürlich stehe ich ihm immer mit Rat bei Seite, aber gewisse Entscheidungen muss er selbst treffen.
GM / Bis zum heutigen Tag hast Du eine fantastische Karriere hingelegt – wie sehen die nächsten kurz- und langfristigen Ziele aus?

KOSTAS / Musik, Musik, Musik. Ich möchte weiterhin Menschen mit meiner Musik in möglichst vielen verschiedene Länder erreichen und mich als Produzent und Künstler weiterentwickeln.
Wir sind bereit und freuen uns auf frische Tracks zum Popowackeln – made by DJ Polique. 

HIP
HIP
HOP

 
 
Marc Wirtz
 
06.2018